Erstmals im Jahre 1079 erwähnt: Klafeld
(eingemeindet in Geisweid, Hüttental, Siegen)

seit 1961 mit der Realschule Klafeld   (oder Realschule Geisweid?)
von 1964 bis 2021   Realschule Am Schießberg  
Pressenotiz: Klafeld will Realschule


Am 15.11.1960 beschloss die Gemeindevertretung Klafeld die Errichtung einer Realschule zum 1.4.1961. Der Realschulausschuss tagte am 9.2.1961 und beschloss den Bau einer zweizügigen Realschule mit schnellstmöglichem Baubeginn schon im Jahr 1962.
Der Unterricht wurde am 13.April 1961 mit 2 Klassen im Gebäude der damaligen Bismarckschule (Klafelder Volksschule) an der Fröbelstraße aufgenommen, neben der Molkerei, im Schatten des inzwischen abgerissenen Hochhauses der Stahlwerke Südwestfalen. Heute befindet sich dort der Jugendtreff Geisweid. Damals begannen die Schuljahre noch im April. Die 34 Schüler/innen der Klasse2 (heute sagt man Klasse 6) kamen von Realschulen und Gymnasien der Nachbargemeinden. Die 46 (!) Schüler/innen der Klasse1 (5.Schuljahr) mussten alle vorher einen Aufnahmeunterricht bestehen. Die 2 Klassen wurden unterrichtet von Schulleiter Dilling, Realschullehrer Loxtermann und Realschullehrerin z.A. Müller. In den Osterferien 1962 bezog die Realschule 3 Klassenräume im Gebäude der Carl-Sonnenschein-/Geschwister-Scholl- Schule. Im April 1962 konnte eine Klasse mit "nur" 46 Schüler/innen aufgenommen werden, 24 Kindern blieb die Aufnahme wegen Raummangels versagt. Auch 1963 konnte nur eine Eingangsklasse gebildet werden. Dafür musste die Klasse 2 (6) in das Gebäude der Albert-Schweitzer-Schule ausweichen. Erstmals 2 neue Eingangsklassen wurden im April 1964 aufgenommen. Zwar waren die nächsten Monate noch von räumlicher Enge bestimmt, doch am 6. Juni 1964 konnten alle Schüler/innen in den Klassentrakt des Neubaus auf den Schießberg umziehen:   6 Klassen als Karawane, jeder musste ein Gerät oder einen Einrichtungsgegenstand tragen. So wurde aus der "Realschule Klafeld" bzw. der "Realschule Geisweid" einige Jahre später die "Realschule Am Schießberg" der Stadt Hüttental. Weitere Lehrer hatten inzwischen ihren Dienst aufgenommen: Frau Engelhard, Herr Vössing, Herr Kaltenborn ("Amos"), Fräulein Feldmann, Herr Frenzel, Dr. Herold, Frau Schäfer, Herr Jänisch.
Am 3.7.1965 wurde die Eröffnung der 1. Geisweid-Rijnsburger Blumenfestwoche in der Realschule mit einem Festakt gefeiert. Danach entwickelte sich ein reger Schüleraustausch zwischen den beiden Gemeinden.
Am 19. April 1966 entließ die "Realschule Geisweid" ihre ersten Schülerinnen und Schüler nach Abschluss der Klasse 10 in die Berufswelt. Die Entlaßfeier fand mit Eltern und Gästen in der Bismarckhalle statt, umrahmt vom Schulorchester unter Leitung von Rektor Dilling. Durch Neugliederung entstand 1966 aus Birlenbach, Buchen. Dillnhütten, Geisweid, Langenholdinghausen, Niedersetzen, Obersetzen, Sohlbach und Weidenau die Stadt Hüttental. Auch Meiswinkel kam später dazu. Die Geisweider Realschule war jetzt "Realschule der Stadt Hüttental".
Wegen der Verlegung des Schuljahresbeginn von April auf August gab es 66/66 und 66/67 zwei Kurzschuljahre. Im November wurde deshalb bereits die zweite Abschlussklasse entlassen.
Mittlerweile war die Schülerzahl zum 15.5.1966 auf 378 angewachsen. Stetig steigende Schülerzahlen waren in den nächsten Jahren die Regel.

alte Gebäude
Schießberg-Baustelle
Vor 1964 gab es auf dem Schiessberg nur den Sportplatz. Der VfL Klafeld erzielte dort große Erfolge.
Dilling Grundsteinlegung

erste Entlassfeier
Im Jahr 1968 erschien die erste Ausgabe der Schülerzeitung "Hornisse", Verkaufspreis 50Pf. Chefredakteur war Christoph Dorweiler.
Einweihung Turnhalle Der 5.11.1968 war ein großer Tag für die junge Realschule Hüttental. Mit sportlichen Darbietungen und musikalischen Einlagen wurde die Fertigstellung der Schulturnhalle gefeiert. H.G. Vitt, Bürgermeister der Stadt Hüttental, übergab den Schlüssel.
1969 wurde die geplante Zweizügigkeit überschritten. Im Jahr 1968 erschien die erste Ausgabe der Schülerzeitung "Hornisse", Verkaufspreis 50Pf. Chefredakteur war Christoph Dorweiler.
Zum 1.8.1974 war die RAS mit 560 Schüler/innen überbelegt. Deshalb wurden vorübergehend 2 Klassen 5, eine Klasse 6 und eine Klasse 7 in der Bismarckschule in Weidenau untergebracht, dem heutigen DRK-Zentrum. Die Klassen kehrten nach 2 Jahren aufgrund der geänderten Schulentwicklungsplanung der Stadt Siegen auf den Schießberg zurück.
Im Jahre 1976 kam Rudi Hinz als neuer Schulleiter zur Realschule Am Schießberg.
Dr. Herold ("Doc"), Physiklehrer mit besonderem Interesse an moderner Elektronik, führte etliche Schüler zu einer erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb "jugend forscht". Im Jahr 1979 bekam Christoph Radinger im Bereich Arbeitswelt den 3. Preis mit seiner "akustisch anzeigenden Wasserwaage zur Erleichterung der Arbeit sehbehinderter Personen". Im folgenden Jahr erreichten Stefan Weber, Martin Peter und Marwin Enkelmann vordere Plätze im Regionalwettbewerb.
Am 10. April 1981 lud die Schulpflegschaft Eltern und politisch Verantwortliche der Stadt Siegen zu einer Diskussionsrunde ein. Der Schießberg war als ein möglicher Einrichtungsort einer zukünftigen Gesamtschule in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Die Eltern sprachen sich für den Erhalt der Realschule an diesem Standort aus.

1983 Projekt Schulhofgestaltung
Schuljubiläum 1986 Projekte 25 Jahre RAS
Renovierungsumbauten 1991 1990 erhält RL K. Schreiber den Umweltpreis von CDU-Stadtverband und -Ratsfraktion. Als Gründungsmitglied des BNV-Siegerland hat RL Schreiber sich für Natur- und Umweltschutz engagiert, nicht nur im politischen Bereich sondern auch tatkräftig vor Ort. Als Lehrer hat er bei Generationen von Schüler/innen das Bewusstsein und die Verantwortlichkeit für Natur und Umwelt geschärft und etliche Projekte zu Natur- und Umweltschutz durchgeführt.
Im Jahr 1991 gab es eine Projektwoche zum globalen Thema Umweltschutz. Die Arbeitsgruppen waren theoretisch und praktisch/handwerklich aktiv. So wurde z.B. die Wärmedämmung an Modellhäusern experimentell getestet und zukunftsfähige Energienutzungsmaßnahmen untersucht. Unvergesslich, wie RL Pollack beim Abschlussgottesdienst in der Marienkirche menschliche "Käfighühner" auf die Bühne schob. Eine andere Religionsgruppe unter Leitung von RL Schweitzer warnte mit dem Lied "Feste Jungs, macht nur weiter so, ihr bekommt schon alles kaputt". (Im Nachhinein betrachtet war die Veranstaltung in der Marienkirche im wahrsten Sinne ein "friday for future". Aber wir haben in den vergangenen 30 Jahren zu wenig Konsequenzen daraus gezogen.)
Nach kurzfristigen Aushilfslösungen für die Nachfolge von Herrn Geimer ist inzwischen Heinz Köhler mit Familie in die Hausmeister- wohnung eingezogen. Das erwies sich nicht nur bei den umfangreichen Bauarbeiten als Glücksfall für die Schule, denn der erfahrene Fußballtrainer Köhler kann neben seinen Tätigkeiten als "facility manager" auch sehr gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen.


Schulleiter 1961 - 2001 Schultheater 1995
Im Mai 1999 fand eine große Projektwoche mit besonders vielfältigem Angebot statt. Topact war die Schulhofverschönerung. Auch in den Fluren und Klassen fanden Renovierungs- und Verschönerungsaktionen statt. Inzwischen hatte auch die Blumen-AG von Chemie- und Biolehrer Radtke damit begonnen, die Flure und insbesondere die Fenster zum Lichthof grünend und blühend auszustatten.
Im Juni 2000 besuchte unsere Jahrgangsstufe 9 die Weltausstellung EXPO2000 in Hannover.


Im Januar 2005 musste aus Brandschutzgründen die Bühne auf dem oberen Flur abgerissen werden.




Im August führten wir einen Elternabend bezüglich der Ganztags-Offensive des Landes NRW durch. Die Eltern sprachen sich mit knapper Mehrheit für eine Ganztagsrealschule aus; allerdings mit der Einschränkung, dass die Qualität der Ausbildung nicht unter dem Ganztag leiden solle. Am 1. Februar 2009 begannen wir mit freiwilligen Nachmittags-Betreuungsangeboten: Die Betreuung bei Hausaufgaben und Fördermaßnahmen zur Steigerung der Lesekompetenz wurde von externen Kräften (Studierenden) durchgeführt. Außerdem gab es eine weitere Fußball-AG, Basketball-und Volleyball-Gruppen. Die Angebote waren gut besucht, sie wurden von einem Viertel der Schülerschaft genutzt.


Im Februar 2010 schneite es in großen Mengen. Auf Anweisung der Kreisbehörde wurde am 2.2.2010 der Unterricht für 2 Tage eingestellt, anschließend die Sperrung der Schulgebäude und Sporthallen bis zum 6.2.2010 bzw. 8.2.2010 verfügt. Grund waren die ungewöhnlich großen Schneemassen auf den Flachdächern.
Im Dezember 2010 gab es wegen gefährlicher Schneeglätte wieder einen "schneefreien" Tag.